Wie Parcandi Parken und Laden in einer Web-App verbindet
Parcandi ist eine digitale Parking-Plattform aus der Schweiz, über die Fahrende Parkplätze finden, nutzen und bezahlen, alles in einer einzigen Web-Anwendung. Das Kerngeschäft besteht darin, das Parken einfacher in der Nutzung und in der Verwaltung zu machen und Parkraumbetreibern sowie Eigentümern zu helfen, mehr aus ihrer bestehenden Infrastruktur herauszuholen.
Mit der Verbreitung von Elektrofahrzeugen sah Parcandi die Chance, dieses Modell zu erweitern. Das Laden sollte Teil des bestehenden Parkerlebnisses werden, abgewickelt über dieselbe App und denselben Ablauf. So funktionieren Parken und Laden als ein einziger Service, ohne dass es für die Nutzenden komplizierter wird.
Für Parcandi ergaben sich daraus klare technische Anforderungen. Das Laden musste in die bestehende Plattformarchitektur passen, die etablierte Buchungs- und Zahlungslogik weiterverwenden und vollständig unter der Kontrolle von Parcandi bleiben, ohne zusätzlichen Betriebsaufwand und ohne das Produkt zu zersplittern.
Das Laden in die Parking-App einbinden
Die Plattform von Parcandi wickelte Buchung, Zugang und Zahlung fürs Parken bereits in großem Umfang ab. Das Laden musste in diese bestehende Einrichtung passen, statt einen eigenen Ablauf oder ein externes System zu erzwingen. Ladevorgänge sollten direkt in der Parcandi-Web-App gebucht und bezahlt werden, mit einer Preislogik, die sich an unterschiedliche Parkkontexte und geschäftliche Anforderungen anpassen lässt.
Als produktorientiertes Unternehmen brauchte Parcandi zudem eine Lösung, die die Entwicklung nicht ausbremst und über die Zeit keine aufwendige Eigenarbeit verlangt.
Die gewählte Ladeplattform musste also technisch belastbar, leicht zu integrieren und flexibel genug sein, um künftige Änderungen zu tragen, ohne die zentrale Web-App umzubauen.
Verfügbarkeit war eine weitere zentrale Anforderung. Fahrende erwarten, dass das Laden jedes Mal funktioniert, und jeder Ausfall würde das Vertrauen in den gesamten Parking-Service sofort treffen. Für Parcandi waren die Verfügbarkeit der Plattform und die Erfolgsquote beim Laden Voraussetzung für ein durchgehend hochwertiges Erlebnis.
Eine API-first-Plattform für die Integration
Damit das Laden zu einem nativen Teil der Parcandi-Web-App wird, musste sich das Ladesystem wie eine interne Produktkomponente verhalten, nicht wie ein externer Service. Parcandi brauchte programmatischen Zugriff auf den Ladebetrieb auf jeder Ebene, vom Lebenszyklus eines Ladevorgangs über die Preislogik bis zur Steuerung der Ladepunkte und der Sicht auf deren Status. Alles, was auf festen Abläufen, undurchsichtiger Logik oder eingeschränkter Konfiguration beruhte, hätte Kompromisse beim zentralen Produkterlebnis erzwungen.
Damit verschob sich die Entscheidung hin zur Qualität der APIs und zur langfristigen Betreibbarkeit. Die Integration musste zur Entwicklungszeit berechenbar und im Produktivbetrieb stabil sein, mit Schnittstellen, die neue Anwendungsfälle ohne wiederholten Umbau tragen.
Parcandi suchte deshalb eine Ladeplattform, die ihre Funktionen über gut dokumentierte APIs bereitstellt und unter echter Transaktionslast verlässlich arbeitet, um das Integrationsrisiko und den laufenden Betriebsaufwand zu senken.
Die API-first-Architektur von eMabler passte zu diesen Anforderungen. Über die REST- und PUSH-APIs von eMabler konnte Parcandi das Laden direkt in die Web-Anwendung einbinden und Ladevorgänge als vollwertige Objekte im bestehenden Parkfluss behandeln. Anlegen von Vorgängen, Statusaktualisierungen, Steuerung der Ladepunkte und Preislogik ließen sich alle in den eigenen Systemen von Parcandi abwickeln, ohne Nutzende umzuleiten oder sich an einen vorgegebenen Ladeablauf anpassen zu müssen.
„Die APIs von eMabler sind gut durchdacht und klar dokumentiert, das hat die Integration für unser Team unkompliziert gemacht“, sagt Olga Pieritz, Head of Charging bei Parcandi. „Die Plattform ist technisch belastbar und gibt uns Sicherheit, während wir unseren Ladebetrieb ausbauen.“
Insgesamt machte es die Kombination aus der Tiefe der APIs und der technischen Transparenz möglich, das Laden in die Plattform einzubetten, ohne die Produktqualität oder die Betriebskontrolle zu opfern. Das Laden konnte als Teil des Kern-Parkgeschäfts entwickelt, betrieben und weiterentwickelt werden, statt als eigenes System daneben verwaltet zu werden.
„Die APIs von eMabler sind gut durchdacht und klar dokumentiert, das hat die Integration für unser Team unkompliziert gemacht. Die Plattform ist technisch belastbar und gibt uns Sicherheit, während wir unseren Ladebetrieb ausbauen.“ - Olga Pieritz, Head of Charging bei Parcandi
Kontrolle und Verfügbarkeit sichern
Das Laden in die Parcandi-Web-App einzubinden, stellt die höchsten Anforderungen an eMabler bei der Verfügbarkeit der Plattform und daran, diese durchgehend hochzuhalten.
Das Ladeverhalten muss auf Plattformebene berechenbar sein, mit korrekten Vorgangsständen und Verfügbarkeiten der Ladepunkte, die sich konsistent in der Web-App widerspiegeln. Um diesen Anspruch zu erfüllen, brauchte Parcandi direkte Betriebskontrolle und eine Plattform, die im Alltag eine hohe Verfügbarkeit hält.
Ob sich dieses Maß an Kontrolle erreichen lässt, hängt davon ab, wie die Software-Plattform mit den physischen Ladepunkten kommuniziert. Vorgangsabwicklung, Statusgenauigkeit und Fehlerdiagnose beruhen alle auf einer stabilen Schnittstelle zwischen der Ebene der Web-Anwendung und der Hardware vor Ort.
Diese Schnittstelle ist über OCPP definiert. Verhält sich die OCPP-Ebene inkonsistent, pflanzen sich Verfügbarkeitsprobleme nach oben fort und betreffen alles, was darauf aufbaut.
eMabler lieferte diese Kontrolle über eine standardbasierte OCPP-Anbindung mithilfe eines OCPP-Gateways eines Drittanbieters. So entstand eine saubere Trennung zwischen der Logik der Parcandi-Web-App und der Hardware-Ebene. Ladepunkte ließen sich über eine konsistente Protokollschnittstelle anbinden und verwalten, während Vorgangs- und Statusdaten über die APIs von eMabler zugänglich blieben. Das machte es möglich, Probleme schneller zu diagnostizieren, das Verhalten der Ladepunkte zuverlässig zu halten und den Ladebetrieb auszubauen, ohne dass die Hardware-Anbindung zu einem wiederkehrenden Eigenprojekt wird.
Diese standardbasierte Trennung von Plattform und Hardware gibt Parcandi die Betriebskontrolle, um das Laden zuverlässig als Teil der zentralen Web-App zu betreiben, statt es als fragile, hardwareabhängige Ebene zu verwalten.
„eMabler ist ein zentraler Baustein, um das hochwertige Ladeerlebnis zu liefern, das unsere Kundschaft von Parcandi erwartet.“ - Olga Pieritz, Head of Charging bei Parcandi
Unterstützung auf Engineering-Niveau
Das Laden in einer Plattform für Endkundschaft zu betreiben, legt Betriebsprobleme sofort offen. Ladepunkte arbeiten in echten Umgebungen, Sonderfälle treten auf, und Änderungen im Hardware-Verhalten oder im Nutzungsmuster zeigen sich schnell. In diesem Umfeld wirkt sich die Qualität der Unterstützung direkt auf die Stabilität der Plattform, die Dauer der Störungsbehebung und die Fähigkeit aus, fundierte technische Entscheidungen zu treffen.
Parcandi brauchte Unterstützung, die über das Abarbeiten von Tickets hinausgeht. Wenn im Produktivbetrieb Probleme auftauchen, müssen die Antworten präzise, technisch fundiert und sofort umsetzbar sein. Das verlangt direkten Zugang zu Menschen, die verstehen, wie sich die Plattform auf Systemebene verhält, einschließlich APIs, Vorgangsabwicklung und Kommunikation mit den Ladepunkten.
Das Support-Modell von eMabler bietet diesen Zugang. Parcandi arbeitet direkt mit dem Engineering-Team von eMabler, ohne Zwischeninstanzen oder allgemeine Eskalationsebenen. So lassen sich echte Umsetzungsdetails besprechen, Probleme auf der richtigen Ebene diagnostizieren und Lösungen ohne Übersetzungslücken oder Verzögerungen abstimmen.
Dieses Support-Modell senkt das Betriebsrisiko. Probleme werden schneller gelöst, Umsetzungsentscheidungen lassen sich früh prüfen, und Änderungen können mit Sicherheit eingeführt werden. Über die Zeit führt das zu einem stabileren Ladeservice und einer Plattform, die sich ohne unnötige Reibung weiterentwickeln kann.
Ausblick: Laden als natürliche Erweiterung des Parkgeschäfts
Mit Blick nach vorn stärkt Parcandi weiter seine zentrale Parking-Plattform und erweitert den gebotenen Wert durch eingebundene Services und über die Schweiz hinaus in weitere Märkte. Das Laden gehört zu diesem Fundament, direkt in die Web-App eingebettet und darauf abgestimmt, wie Parken gebucht, genutzt und bezahlt wird.
Die Zusammenarbeit mit eMabler trägt diese langfristige Sicht. Eine modulare, API-getriebene Plattform gibt Parcandi die Freiheit, sein Ladeangebot weiterzuentwickeln, ohne den Rest des Produkts zu stören. Die Kontrolle über Preisgestaltung, Verfügbarkeit und Betrieb sorgt dafür, dass das Laden ein zuverlässiger Teil des Kundenerlebnisses bleibt und keine eigene Ebene zum Verwalten wird.
Aus Sicht von Parcandi liegt der Wert in einer technisch belastbaren Plattform, die sich an Produkt und Geschäftsmodell anpasst und zugleich die nötige Stabilität für den Alltag liefert. Wie Olga es ausdrückt:
„eMabler ist ein zentraler Baustein, um das hochwertige Ladeerlebnis zu liefern, das unsere Kundschaft von Parcandi erwartet.“
Das Laden läuft jetzt als natürliche Erweiterung der Parking-Plattform von Parcandi. Es nutzt dieselben Systeme, folgt derselben Betriebslogik und trägt dieselben Erwartungen an Verfügbarkeit und Bedienbarkeit, die den übrigen Service prägen.